Nachrichten zum Rechtswesen in Herrschaft und Stadt Hachenburg


Amtsgericht Hachenburg

LHAKo Best. 602, 065 Amtsgericht Hachenburg.
51 Akten (inkl. 5 Stockbücher; kein alphabet. Verz.): 1854-1910 (59, 6 Rgm)

LHAKo Best. 602, 088 Amtsgericht Hachenburg.
86 Akten: 1898-1981 (0, 75 Rgm). Inhalt: HRA; HRB; VR; Personalakten.

LHAKo Best. 910 Kultusministerium Rheinland-Pfalz Sachakte 7964
Entwurf eines Landesgesetzes über die Verlegung des Sitzes des Amtsgerichts Hachenburg, 06.06.1972


Kriminalsachen

HHStAW Abt. 340 Akten Nr. 1876
Kriminalsachen verschiedenen Inhalts, 1558-1710. Enthält u.a.: Hans Schwartz, saynischer Stallmeister [zu Hachenburg?] 1574; Wilhelm Kas zu Hachenburg, Ende 16. Jh.; Altstadt 1610; Hachenburg 1611; Altstadt 1664; Hachenburg 1664; Hachenburg 1679; Hachenburg 1701, 1710

HHStAW Abt. 151 Nr. 1408
Kriminalfälle in der Grafschaft bzw. im Amt Hachenburg sowie Gesuche um Strafnachlaß und Entlassung aus dem Zuchthaus, 1799-1815. Enthält: Einzelfälle von Diebstahl, Hehlerei, Unterschlagung, Urkundenfälschung, Abtreibung u.a. in der Stadt Hachenburg, in Gehlert, Höchstenbach, Kirburg, Meudenbach, Mündersbach, Nister, Streithausen, Wahlrod; Untersuchungen zum Brand in Norken, 1810


Verhandlungen vor dem Reichskammergericht

HHStAW Abt. 1 Nr. 66
Johann Gottfried Bachem, Köln, dann seine Witwe Anna Catharina geb. Renns, als Vormund ihrer unmündigen Kinder Peter Joseph, Johanna Sophia Franziska und Engelbert Bachem, Anna Maria Bachem, Franz Severin Bachem, J. W. Bachem gegen Wilhelm Ludwig Graf von Sayn-Hachenburg und dessen nachgesetzte Kanzlei, dann Louisa verwitwete Burggräfin von Kirchberg, geb. Wild- und Rheingräfin, Johann August Burggraf von Kirchberg, beide als Vormünder von Wilhelm Georg Burggraf von Kirchberg, 1752-1784. Sachverhalt: Anspruch auf Benutzung einer dem Weißgerber Johann Matheis aus Ehrenbreitstein 1684 vom sayn-hachenburgischen Haus erteilten Konzession über den Bau einer Eisenhütte bei Höchstenbach (die dann auf den Vetter des Klägers überging) bezüglich des darin verfügten Rechts, das für den Betrieb der Hütte notwendige Holz ebenso wie die Kohlen aus den den Kirchspielen Altstadt, Höchstenbach und Hamm zugehörigen Waldungen zu beziehen, Ersatz aller Schäden und Kosten. Enthält: Quad. 4: Konzession (24.4.1684) betr. Bau einer Eisenhütte im Kirchspiel Höchstenbach; Quad. 55 (= Quad. 80), Quad. 97, 121: Auszüge aus Bergwerksrechnungen für die Gruben "Tränke" und "Gute Hoffnung" 1729-1755; Quad. 136, 137: Kirchenbuchauszüge der Kirche St. Paul in Köln

HHStAW Abt. 1 Nr. 106
Breitscheid Wilhelm, Hachenburg gegen Niklas Bierbrauer, Hachenburg, 1623-1625. Sachverhalt: Aufhebung des vorigen Urteils, Anfechtung der am 21.6.1621 vor dem Landgericht zu Hachenburg geschlossenen Vergleichs über einen Tausch von zwei Morgen der Kleeberg-Wiese gegen einen Teil der ottensteinschen Güter

HHStAW Abt. 1 Nr. 112
Friedrich von Brempt gegen Heinrich Graf von Sayn, sowie dessen Amtsleute, Befehlshaber und Rentmeister zu Hachenburg, 1602-1655. Sachverhalt: Immission in das dem Kläger verpfändete Amt Hachenburg bis zur Bezahlung des Darlehens von 8000 Goldgulden samt Zinsen, Ersatz aller Schäden und Kosten. Enthält: Quad. 2: Obligation (13.3.1562) über 8000 Goldgulden von Adolf von Sayn; Quad. 3: siehe 111, Quad. 2; Quad 10: kurpfälzischer Lehensbrief (1453) die Grafschaft Sayn betr.; 1607-1610, 1612-1637, 1642, 1644-1646, 1650-1653 nihil actu.

HHStAW Abt. 1 Nr. 436
Licentiat Johann Daniel Freudenberg, Hachenburg, ehemaliger Rentmeister daselbst gegen Burggraf Georg Friedrich von Kirchberg, Hachenburg, 1717-1719. Sachverhalt: Anspruch auf sofortige Freilassung des Klägers aus dem aufgrund des Vorwurfs der Anstiftung Hachenburger Bürger zum Ungehorsam verhängten Arrest, Verzicht auf weitere Gewalttätigkeiten. Enthält: o.Quad., Nr. 25: 1718 gedruckte Übersicht der Mainzer Juristenfakultät: "Kurze und gründliche Nachricht von dem Zustand der reformierten Kirchen .... in der Grafschaft Sayn"

HHStAW Abt. 1 Nr. 465
Johannes Gläser, Bäcker, Siegen, ehemals Hachenburg gegen Georg Friedrich Burggraf von Kirchberg, Hachenburg, 1721. Sachverhalt: Anspruch auf Aufhebung des wegen nicht erfolgter Zahlung von 21 Gulden Strafgeld auf die Hinterlassenschaft der ersten Frau des Klägers in Hachenburg gelegten Arrestes, sofortige Freilassung des Klägers, aus dem ihm auferlegten Arrest mit Zwangsarbeit, Bestrafung des Beklagten wegen eines nicht beachteten RKG-Geleitbriefes für den Kläger

HHStAW Abt. 1 Nr. 488
Vormünder der hinterlassenen Kinder des Peter Göbel, Hachenburg: Johann Glaser, Bäcker und Stiefvater der Kinder, Johann Philipp Hoffmann gegen Georg Friedrich Burggraf zu Kirchberg und Schultheiß Reusch in Hachenburg, 1719. Sachverhalt: Anspruch auf Rücknahme der zur Teilung des Vermögens der mittlerweile verstorbenen Eleonore Dorothea Glaser, verwitwete Basler (Frau des Klägers) zwischen ihr und NN Baslers Tochter aus erster Ehe angeordneten Exekution, Anspruch auf gerichtliche Vorgehensweise, Kassierung und Annullierung aller deswegen ergangenen Dekrete und Handlungen, Wiedereinsetzung in die beschlagnahmten Güter

HHStAW Abt. 1 Nr. 548
Reformierte Gemeinde zu Hachenburg gegen Burggraf von Kirchberg und die lutherische Gemeinde zu Hachenburg, 1718. Sachverhalt: Verbot der durch Niederreißen von Kirchenbänken der Reformierten in der Hachenburger Kirche verursachten Verkleinerung des diesen zustehenden Platzes

HHStAW Abt. 1 Nr. 633
Ferdinand von Herresdorf, Bannerherr der Müllerzunft und zeitlich sitzender Ratsverwandter in Köln gegen Melchior von Herresdorf, Köln, Bruder des Klägers, 1687-1688 (-1696). Sachverhalt: Aufhebung des vorigen Urteils, damit Befreiung von der Rückzahlung von 400 Reichstalern an den Beklagten (vom Bonner Kanoniker und Bruder der Parteien Heinrich von Herresdorf, mittlerweile verstorben, für Bernard Bitter, ebenfalls Kanoniker in Köln, übernommene Bürgschaft), bzw. Befreiung von der Abtretung der verpfändeten Hälfte der Celtischen Mühle in Hachenburg, da der Kläger nicht Erbe seines verstorbenen Bruders Heinrich, sondern lediglich - aufgrund einer an ihn zedierten Forderung - dessen Gläubiger ist

HHStAW Abt. 1 Nr. 752
Jude Löw zu Hachenburg gegen Hermann Lange, Holstein, Kaufmann, dann auch Vorinstanz, 1668-1669 (-1670). Sachverhalt: Anspruch auf Revidierung des vorinstanzlichen Urteils, Entbindung von der Bezahlung der 32 vom Beklagten gelieferten Reitpferde (à 32 Reichstaler) samt entstandener Unkosten, da noch kein Kaufvertrag abgeschlossen wurde, dann Anspruch an bekl. Kanzlei auf Rückgabe der dem Kläger während der widerrechtlich durchgeführten Exekution des in dieser Sache 1669 ergangenen RKG-Urteils beschlagnahmten Güter und Gegenstände

HHStAW Abt. 1 Nr. 946
Dr. iur. Lothar Langmesser, Köln, kaiserlicher Rat gegen Ernst Graf von Sayn-Wittgenstein, dann Johannetta Herzogin von Sachsen und Salentin Ernst Graf zu Manderscheid, 1630-1668. Sachverhalt: Anspruch auf Einweisung in die 1625 - für eine Summe von 1178 Reichstalern - dem Vorfahren des Klägers, Dr. Johann Wilhelm Wissenbach, verpfändete Mühle in Hachenburg bis zur Begleichung der Schuld samt den fälligen Zinsen

HHStAW Abt. 1 Nr. 994
Sophie Elisabeth geb. Leuth, Ehefrau von Christian Fischbach, kurtrierischer Rat zu Koblenz gegen Saynsche Räte, Schultheiß und Schöffen zu Hachenburg, Jost Leuth, dessen Hofleute zu Geilenrod (heute Gehlert), Thomas Tinschner und Heinrich Clesgen, Jost Leuth als Käufer der strittigen Wiese, 1612 (-1615). Sachverhalt: Kassierung der (aufgrund eines 1610 von den saynschen Räten gesprochenen Urteils) erfolgten Einweisung des Jost Leuth in die der Klägerin gehörenden Güter zu Geilenrod, Altstadt und vor der niederen Stadtpforte zu Hachenburg

HHStAW Abt. 1 Nr. 1082
Abtei Marienstatt gegen Georg Friedrich Burggraf zu Kirchberg, Graf von Sayn-Hachenburg, 1748-1749. Sachverhalt: Bestätigung des Anspruchs auf 6 Malter Molterfrucht, lieferbar vom Müller der Nister-Mühle bei Hachenburg, Anspruch an bekl. Grafen auf Erstattung des Rückstandes

HHStAW Abt. 1 Nr. 1088a und b
Serie: Kloster zu Marienstatt gegen Stadtrat und Bürgerschaft zu Hachenburg, 2 Bände, 1751-1765

HHStAW Abt. 1 Nr. 1577
Johann Röder, Schmied in Hachenburg, für seine Frau Engel und deren Schwester Johannette gegen Erben von Peter Hatterod, Hachenburg: Wilhelm und Anna Katharina, seine Kinder aus erster Ehe, 1629,

HHStAW Abt. 1 Nr. 1649
Johann Georg Salterbach, Händler in Hachenburg gegen Burggräflich kirchberg-saynsche Regierungskanzlei, Hachenburg, 1789-1790. Sachverhalt: Zulassung der Revision gegen die vom Stadtgericht Hachenburg wegen angeblicher Verfahrensfehler neu angesetzte Versteigerung einer Scheune in Hachenburg (die der Kläger bei der Erstversteigerung 1787 erworben hatte), unterdessen Aussetzung jeglicher Exekution, Aktenversendung an eine unparteiische Juristenfakultät

HHStAW Abt. 1 Nr. 1839
Anna Amalia Gräfin von Solms-Sonnenwalde, geb. Gräfin von Nassau-Ottweiler gegen Ernst Graf von Sayn-Wittgenstein, 1631 (-1633). Anspruch auf Einweisung in das 1613 für eine Summe von 10000 Gulden verpfändete Kirchspiel Altstadt bis zur völligen Erstattung der rückständigen Zinsen. Enthält: Quad. 3: Obligation (1613) von Wilhelm von Sayn-Wittgenstein über 10000 Gulden; o. Quad. (pr. 21.2.1633), Nr. 1-9: solmsische Fideikommißstatute (1351/1357/1437/1465/1555/1571/1573/1581); o. Quad. (pr. 21.2.1633), Nr. 10: solmsische Erbvereinigung 

HHStAW Abt. 1 Nr. 2051
Lic. Johann Wilhelm Weylach, Advokat, dann auch Prokurator am RKG, Wetzlar gegen Georg Friedrich Burggraf zu Kirchberg, Graf zu Sayn-Wittgenstein, Hachenburg, (1561-) 1725. Sachverhalt: Anspruch auf Zahlung der seit über 100 Jahren rückständigen Rente von 80 Gulden jährlich aus einem zwischen der Vorfahrin des Klägers Agnes Weiß, Witwe des Simon Holzhausen, Ratsherr zu Limburg und Adolph Graf zu Sayn im Jahre 1561 abgeschlossenen Erbkaufes über 1600 fl., wobei die Rente von den Einwohnern des Kirchspiels Kroppach an Michaelis zu leisten war und wofür als Sicherheit neben einer Generalhypothek durch Spezialhypothek das saynsche Haus Steinebach gesetzt sowie die Untertanen des Landgerichtes zur Hohen Vest vor Hachenburg als Bürgen verpflichtet worden waren, die Rente aber infolge des 30-jährigen Krieges und der Unklarheiten bezüglich der Sukzession im Hause Sayn seit dem 17. Jahrhundert nicht entrichtet worden war, Anspruch auf Leistung der durch den Verzug fälligen Verzinsung in Höhe von 5 %, Anspruch auf Rückzahlung des ebenfalls durch den Verzug fälligen Hauptgeldes, hilfsweise Anspruch auf Einsetzung in die Sicherheit

HHStAW Abt. 1 Nr. 2167
Wilhelm Graf von Wied, Runkel und Isenburg gegen Heinrich Graf von Sayn, Hachenburg, (1502-) 1597-1603. Sachverhalt: Anspruch auf Feststellung der Nichtigkeit des peinlichen Verfahrens des Schöffengerichtes zu Hachenburg gegen den wiedischen Leibeigenen Johann Alers, der, gebürtig und wohnhaft zu Selters, in Selters verhaftet, vom saynischen Rentmeister zu Altenkirchen Johann Brinck nach vorausgegangener Haft und Folter vor dem Schöffengericht angeklagt und, ohne dass Alers einen Verteidiger hätte nehmen können, unter mehrfachen Verstößen gegen die CCC zum Tode verurteilt und vor den Toren Hachenburgs enthauptet worden war, da nicht nur das Strafverfahren rechtsfehlerhaft war, sondern Selters im Bann Maxsain, als zum Vest Rückeroth gehörig, unter der ausschließlichen Hochgerichtsbarkeit des Klägers steht und der Beklagte im fraglichen Gebiet nur Hofrechte geltend machen kann, mithin keine Gerichtsbarkeit über den Hingerichteten hatte, wohingegen nach Einlassung des Beklagten der Bann Maxsain unter der Landeshoheit, somit auch unter der peinlichen Gerichtsbarkeit des Beklagten stand, Anspruch auf Zahlung einer Summe von 6000 fl. wegen Verletzung der Gerichtsbarkeit des Klägers und wegen der Hinrichtung eines wiedischen Leibeigenen (unvollständig)

HHStAW Abt. 1 Nr. 2186
Wilhelm Graf von Wied, Runkel und Isenburg gegen Friedrich Pfalzgraf bei Rhein, Heidelberg als Lehnsherr und Inhaber der saynischen Herrschaft Hachenburg, dessen Beamte zu Hachenburg Hans Hermann von Cöln, Amtmann, Johann Altgelt, Sekretär, dann Wilhelm Graf von Sayn-Wittgenstein, Hachenburg, Johann Pfalzgraf bei Rhein, Heidelberg als Vormund, Philipp Ludwig Pfalzgraf bei Rhein, Neuburg, (1592-) 1603-1611. Sachverhalt: Anspruch auf Entlassung der Schultheißen der zum wiedischen Amt Dierdorf gehörigen Gemeinden Freirachdorf und Oberdreis Grein Peitzersch und Ludwig Heintzen, sowie der Brüder Wilhelm und Rudolf vom Hof, genannt Bellen, die in drei landfriedensbrecherischen Akten durch die Beklagten festgenommen und in Hachenburg inhaftiert worden waren, um nach Einlassung des Klägers diesen durch Ausdehnung der Rechte der Herrschaft Hachenburg aus seiner Jurisdiktionsgewalt über das Amt Dierdorf zu verdrängen. Enthält: Quad. 5, 19: Rechnungen (1603)

HHStAW Abt. 1 Nr. 2225
Johanna Sophia von Witzleben, gen. Bütz, Ehefrau des Ernst Christoph von Witzleben,Obristleutnant im westerwäldischen Infanterieregiment, für sich und namens der Familie Bütz, Hachenburg gegen [Georg Friedrich] Burggraf von Kirchberg, Hachenburg, burggräflich kirchbergischer Kanzleidirektor W.H. Grün, Hachenburg, (1717-) 1718-1721 (-1723). Sachverhalt: Anspruch darauf, die Beklagten zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 10000 fl. zu verurteilen, da sie die Klägerin, nachdem diese bereits vom Hofleben ausgeschlossen worden war, dem Ehemann der Klägerin gegenüber als eine einen unzüchtigen Lebenswandel führende Person und als "Hure" beschimpft hatten, wohingegen die Beklagten sowohl den Beleidigungsvorsatz bestreiten, als auch anführen, dass das diskriminierende Wort nicht gefallen sei, sie aber dennoch die Klägerin eines unzüchtigen Lebenswandels bezichtigen; Anspruch darauf, dass die Beklagten den die Klägerin beschuldigenden Denunzianten nennen

HHStAW Abt. 1 Nr. 2226
Ernst Christoph von Witzleben, Obristleutnant im westerwäldischen Infanterieregiment,Hachenburg gegen Georg Friedrich Burggraf von Kirchberg, burggräflich kirchbergische Regierung, Hachenburg, (1712-) 1718-1721. Sachverhalt: Anspruch darauf, dass sich die bekl. Regierung jeglicher weiteren Handlung in der Untersuchung gegen den dem Kläger untergebenen Sergeanten Johann Heinrich Schmidt enthält, der vom Kläger wegen einer Schlägerei auf einer Hochzeitsfeier in Haft genommen, dann aber von der bekl. Regierung auf freien Fuß gesetzt worden war, da die Untersuchung, wie vom Kläger beantragt, durch ein Kriegsgericht vorgenommen werden muß, Anspruch auf Wiedereinsetzung des Klägers in seinen Offiziersposten, aus dem er wegen Widerspruchs gegen die Haftentlassung des Schmidt für die Dauer der Untersuchung durch die Beklagte gesetzt worden war, obwohl dies nur durch einen gemeinsamen Entscheid aller westerwäldischen Stände hätte geschehen dürfen, Anspruch auf Wiedereinräumung der Mietwohnung des Klägers in Hachenburg, aus der er wegen der Nichtzahlung des Mietzinses gesetzt worden war, obwohl er gegen die Beklagte die Mietzinsforderung übersteigende Gehaltsforderungen hatte, zudem die Räumungsverfügung durch beide Hauseigentümer, den bekl. Burggrafen und den Fürsten von Salm gemeinsam hätte ausgesprochen werden müssen, Anspruch auf Kassierung der Ausweisung des Klägers aus Hachenburg, Anspruch darauf, dass der Kläger nach eigenem Belieben seinen Wohnsitz bestimmen darf, Anspruch auf Auszahlung des ausstehenden Gehaltes, Anspruch darauf, die Beklagte wegen der dem Kläger zugefügten Injurien zu einem Schmerzensgeld von 10000 fl. zu verurteilen HHStAW Abt. 340 Akten Nr. 1429 Rechtsstreit des Grafen Johann von Wied gegen Graf Hermann von Sayn am Reichskammergericht wegen der gewaltsamen Pfändung und Wegnahme nach Hachenburg von 771 Schafen, 182 Lämmern, 43 Stück Rindvieh, 4 Pferden, 41 Geisen und Böcken von den wiedischen Höfen zu Roth und Offhausen, 1571-1577

HHStAW Abt. 340 Akten Nr. 1444
Rechtsstreit des Grafen Johann von Wied gegen die Grafen von Sayn am Reichskammergericht wegen der Gefangennahme von zwei Männern zu Selters und deren Wegführung nach Hachenburg, 1560-1569

HHStAW Abt. 340 Akten Nr. 1445
Rechtsstreit des Grafen Wilhelm von Wied gegen Graf Heinrich von Sayn am Reichskammergericht wegen Nichtigkeit der zu Hachenburg erfolgten Hinrichtung von Alers Johann, des Großen, eines wiedischen Leibeigenen aus Selters, 1597-1602

HHStAW Abt. 340 Akten Nr. 1511 b
Rechtsstreit des gewesenen saynischen Rentmeisters zu Hachenburg, jetzt trierischen Kellers zu Monreal, Henrich Brender mit Graf Hermann von Sayn am Reichskammergericht wegen Amtsverletzungen bzw. Verleumdung durch den Grafen, (1565) 1580-1581


Scharfrichter

LHAKo Best. 620 Nr. 1949
Wohnung des Scharfrichters in der Altstadt (1 Doppelblatt), 1591


Gefängnis

HHStAW Abt. 340 Akten Nr. 1444
Rechtsstreit des Grafen Johann von Wied gegen die Grafen von Sayn am Reichskammergericht wegen der Gefangennahme von zwei Männern zu Selters und deren Wegführung nach Hachenburg, 1560-1569

HHStAW Abt. 458 b Nr. 125 I
Einrichtung des Gerichtsgefängnisses in Hachenburg (2 Bände), Band I 1867-1879

HHStAW Abt. 458 b Nr. 125 II
Einrichtung des Gerichtsgefängnisses in Hachenburg (2 Bände), Band II 1867-1879